Sanitätsdienst Bundeswehr

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Nuklearmedizin

Unsere Nuklearmedizin wurde 1962 eingerichtet und gehört damit zu den ersten selbstständigen Abteilungen in der Bundesrepublik. Dementsprechend profitieren unsere Patienten von über 50 Jahren nuklearmedizinischer Erfahrung.

Das Fach Nuklearmedizin umfasst die Anwendung radioaktiver Substanzen zur Diagnostik – Lokalisation von Erkrankungen und zur Darstellung von Organfunktionen – sowie die Anwendung offener Radionuklide in der Therapie. Dazu nutzen wir eine hochsensible technische Ausstattung, die wir seit Gründung unserer Abteilung kontinuierlich modernisiert haben. Diese umfasst einen Positronen-Emissions-Tomographen mit integriertem 64Zeiler-Computertomograph (PET/CT), zwei SPECT-CT-Gamma-Kameras (Symbia T6; Infinia Hawkeye), zwei SPECT-Gamma-Kameras (Axis und Millennium) sowie eine Schilddrüsen-Kamera (Nucline TH32). Außerdem stehen ein Ganzkörperzähler, zwei Sonographiegeräte, ein Sondenmessplatz sowie eine DEXA-Osteodensitometrie (Dual-Energy X-ray Absorptiometry) zur Verfügung. Tumormarkerbestimmung und Hormondiagnostik erfolgen in unserem großen Radio-Immuno-Assay-Labor (RIA-Labor).

Nuklearmedizinische Diagnostik

Zur Funktionsbeurteilung von Organen, Geweben und des Knochens verabreichen wir radioaktive Isotope bzw. radioaktive chemische Verbindungen, sogenannte Radiopharmaka. Die dann folgenden Untersuchungen werden als Szintigraphie bezeichnet und mit einer Gamma-Kamera angefertigt. Dadurch entsteht eine Abbildung verschiedenster Stoffwechselprozesse, die eine optimale Ergänzung zu anderen bildgebenden Verfahren wie zum Beispiel Röntgenuntersuchungen und CT (Computertomographie), die morphologisch-anatomische Strukturen zeigen.

RIA-Labor

Mittels sehr zuverlässiger und robuster Untersuchungsverfahren können wir bestimmte Stoffkonzentrationen in Körperflüssigkeiten (Blut, Urin, Punktionsmaterial) bestimmen. Zum Nachweis dienen dabei radioaktive Substanzen, die dem Untersuchungsmaterial zugesetzt und nach entsprechender Aufarbeitung gemessen werden (in-vitro-Diagnostik). Das Leistungsspektrum beinhaltet Laborparameter des Hormonsystems (endokrines System) inklusive Stimulationsteste (Schilddrüse, Hypophyse mit den nachgeschalteten endokrinen Organen) und Tumormarker.

Zivil-Militärische Kooperation

Seit 2001 betreiben wir unsere Abteilung (Nuklearmedizin I) im Bundeswehrzentralkrankenhaus gemeinsam mit der Abteilung Nuklearmedizin II im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Kemperhof, im Rahmen eines Zivil-Militärischen-Kooperationsmodells. Die stationären Möglichkeiten des Gemeinschaftsklinikums Kemperhof nutzen wir hauptsächlich für aufwändige Therapieformen.

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Strahlenschutzkurse

Die Strahlenschutzverordnung schreibt vor, dass Ärzte, Medizinisch-technische Assistenten, Arzthelferinnen, Auszubildende und Personen mit einer abgeschlossenen sonstigen medizinischen Ausbildung, die in der Nuklearmedizin oder Strahlentherapie bei der Anwendung radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlung am Menschen technisch mitwirken wollen, Kenntnisse im Strahlenschutz nachweisen müssen. Dazu bieten wir in Kooperation mit der Mittelrheinischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (MGN) jährlich Strahlenschutzkurse an.

13 Stunden kombinierter Aktualisierungskurs nach Strahlenschutzverordnung und Röntgenverordnung:
Kombinierter Strahlenschutzkurs zur Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz für Ärzte, MTA, MTRA und Medizin-Physik-Experten nach § 30 Abs. 2 StrlSchV und § 18a Abs. 2 RöV und zur Aktualisierung der Kenntnisse im Strahlenschutz nach § 18a Abs. 3 RöV

8 Stunden Aktualisierungskurs nach StrlSchV:
Strahlenschutzkurs zur Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz für Ärzte, MTA, MTRA und Medizin-Physik-Experten nach § 30 Abs. 2 StrlSchV

8 Stunden Aktualisierungskurs nach RöV:
Strahlenschutzkurs zur Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz für Ärzte, MTA, MTRA und Medizin-Physik-Experten nach § 18a Abs. 2 RöV und zur Aktualisierung der Kenntnisse im Strahlenschutz nach § 18a Abs. 3 RöV

40 Stunden Kurs („Kenntniskurs“) nach StrlSchV:
Kurs zum Erwerb von erforderlichen Kenntnissen im Strahlenschutz für Personen nach § 82 Absatz 2 Nummer 4 der Strahlenschutzverordnung ( Personen mit einer erfolgreich abgeschlossenenen sonstigen medizinischen Ausbildung) gemäß Anlage A3 Nummer 5 der "Richtlinie Strahlenschutz in der Medizin" 2011.

Termine, Anmeldeformalitäten und weitere Informationen haben wir in einem Dokument zusammengestellt, das Sie unter Download finden.

Neue Termine für März 2014 siehe unter "Downloads".

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Daten und Fakten

Daten und Fakten
Leitender ArztOberstarzt Prof. Dr. med. Helmut Wieler
Anzahl der Fachärzte / Assistenzärzte4 / 1
Anzahl der Medizinisch-technischen Assistenten10

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Stand vom: 25.09.14 | Autor: Kaiser


http://www.bundeswehrkrankenhaus-koblenz.de/portal/poc/koblenz?uri=ci%3Abw.zsan_bwk_koblenz.einrichtung.medizin.nuklear